Säumerfest in Grafenau und Bayerisch-Böhmisches "Säumerfest" in Grainet

Die traditionellen Salzsäumerfeste im Bayerischen Wald laden zu einer faszinierenden Zeitreise in das Mittelalter ein. Jedes Jahr erinnern beide Veranstaltungen an den bayerisch-böhmischen Salzhandel, der auf dem Handelsweg "Goldener Steig" stattfand.

Historisches Salzsäumerfest in Grafenau

Jedes Jahr am ersten Wochenende im August findet in Grafenau, der ältesten Stadt des Bayerischen Waldes, das historische Salzsäumerfest statt. Neben einem traditionellen Salzsäumerzug erinnert auch das mittelalterlichem Markttreiben am Stadtplatz an die über 625-jährige Geschichte der Stadt.

Im Mittelalter war Grafenau ein wichtiger Umschlagplatz für den Salzhandel an der "Gulden Straß" und damit zentraler Mittelpunkt des Salzhandels zwischen Bayern und Böhmen.

Schon am Freitag schlagen die Salzsäumer ("Saum" = "Last") ihr Nachtlager auf dem Hofmarkplatz in der nahegelegenen Ortschaft Haus im Wald auf und ziehen schließlich am Samstag mit beladenen Pferden und Planwagen feierlich in Grafenau ein.

Bayerisch-Böhmisches "Säumerfest" in Grainet

Das bayerisch-böhmische Säumerfest in Grainet findet alljährlich im Juli statt. Auch Grainet liegt am bedeutenden Handelsweg "Goldener Steig" und hatte für den Salzhandel zwischen Bayern und Böhmen eine große Bedeutung.

Am Samstag können Sie die bärtigen Säumer in einem langen "Säumerzug" von Fürholz nach Grainet bestaunen. Im Anschluss daran wird bei der Nikolauskirche das Säumerlager aufgeschlagen. Der Sonntag beginnt mit einem Gottesdienst bei der Nikolauskirche am Festplatz. Außerdem führen historische Gruppen aus Böhmen mittelalterliche Darbietungen am Säumerlager auf.

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